Es ist soweit, es ist vollbracht! Januar 17, 2008
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Heute ist Donnerstag der 17. Januar 2008 und da ich auf Grund eines Vorstellungsgespräches nächste Woche nicht in Kreuzlingen sein werde, war heute meine letzte Präsenzsitzung des Moduls IKT. Und dieser Eintrag wird der letzte in meinen IKT-Blog sein. Ich möchte ein kleines Resumee ziehen. Liest man die Überschrift dieses Blogs, könnte man meinen, die letzten Wochen seien eine Qual gewesen. Dem war nicht so. Der Titel soll vielmehr zum Ausdruck bringen, dass das Modul IKT das erste sein wird, das ich offiziell abschließen werde, also komplett mit Abgabe aller Leistungsnachweise und hoffentlich bald mit einer guten Note. Und dann….ja dann….gibt es zumindest bis zum Beginn des nächsten Semesters eine Sache weniger an die man, als 72ECTS-Vollzeit-Student denken muss.
Wenn es also keine Qual war, was dann? Es war ein Abenteuer. Für mich ein kleines, für viele sicher ein riesiges. Wir haben Neues gelernt und Neues erprobt. Wir sind von Menschen der Klasse 1.0 zu Usern der Klasse 2.0 geworden, genauer zu Usern von Web 2.0. Und entgegen erster Vermutungen, nutze ich heute noch jede Menge der Dinge, von denen ich vor einem halben Jahr noch keine Ahnung hatte. Meine PLE iGoogle ist meine Startseite geworden, meine Emails kommen alles auf die gmail-Adresse. Ich habe meine persönliche Homepage mit GooglePages erstellt (inkl. ePortfolio), habe in diversen GoogleGroups mitgewirkt und bin stolzer Inhaber gleicher von gleich vier Blogs. Das zweite Semester wird zeigen, ob ich, auch ohne ständigen Input von Max, weiter am Ball bleiben werde. Die Nutzung all der neuen Angebote für meinen Unterricht steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Die Broschüre Computer & Unterricht über das Web 2.0 gab und gibt zwar viele interessante Anregungen für den Einsatz der Tools der neuen Internet-Generation, aber oft scheitern die kühn erdachten Vorhaben dann an mangelnder Austattung der Schule, an nicht ausreichend vorhandener Vorbereitungszeit für die Lektionen oder an der doch weniger weit entwickelten Computer- und Internet-Kenntnis der Schüler. Ich hoffe, das ich in meinem zweiten Praktikum mehr tun kann, also eine GoogleGroup einzurichten, auf der sich von 17 nur eine Schülerin anmelden wird, die dann ihr Fragen zur Klausur doch wieder klassisch per Email stellt.
Ein anderer schöner Effekt, den der Besucht des IKT-Kurses auf mich hatte, ist der, dass ich die Gelgenheit hatte meine Mitstudenten etwas nähe
r kennen zu lernen, indem ich ihnen etwas bei der Anfertigung ihrer Leistungsnachweise unter die Arme griff. Dabei habe ich auch gemerkt, dass mir das Erklären, Anleiten und Coachen große Freude macht. Das ist doch eine gute Voraussetzung, wenn man Lehrer werden möchte.
Abschließend möchte ich unserem Dozenten Max Woodtli danken für seine geleistete Arbeit und für sein Bemühen uns auch postives Feedback für unsere Arbeit zu geben. Feedback, welches wir in vielen anderen Kurse vermissen.
Schüler, Freizeit und das Internet –> Kommunikation Januar 10, 2008
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Was tun Schüler außerhalb der Schule? Hm, klar, ein Großteil sitzt zumindest zeitweise vor dem, meist eigenen Computer, aber nicht um Spiele zu spiele und so seine Anspannung los zu werden, sondern um zu kommunizieren. War es früher noch schick, sich aus dem Urlaub Ansichtskarten zu schreiben und mit einem Brieffreund in einem fernen Land per Post zu kommunizieren, so schickt man heute Foto-Email-Grüße von beinahe jeder größeren Attraktivität auf dem Globus und tauscht sich mit Menschen in Neuseeland oder Japan über das Internet aus und nutzt dazu die neusten Techniken. Aber sind es dieselben, mit denen wir uns im IKT-Kurs beschäftigen? Mitnichten!!! Eine Befragung von Schülern meiner näheren Umgebung, ob sie auch ein personal learning environment (PLE), wie iGoogle nutzen, ob sie ihre Lieblingslinks per social bookmarking verbreiten, ob sie ihre gedanklichen Ergüsse in einem Blog der Weltöffentlichkeit mitteilen oder ob sie jemals in der Schule auf einer Lernplattform gelernt haben, ergab, dass die Schüler von alledem noch kaum etwas gehört hatten und das Netz bzw. die totale Vernetzung hauptsächlich zu Kommunikations-Zwecken nutzen. ICQ, MSN, YahooMessenger, Skype, BuddyPhone, Facebook, StudiVZ und SchülerVZ sind die Schlagworte, die mir entgegen gebracht werden. Kommunikation ist das also. Aha!!! Spannend. Hat Lehren nicht auch etwas mit Kommunikation zu tun? Oh ja, sehr sogar, so leuchtet das wohl jedem von uns ein und so haben wir das auch an der PHTG gelernt. Was läge näher, als die Kommunikationsmittel zu nutzen, die die Schüler kennen, um mit ihnen in Kontakt zu treten. Doch nein!!! Bitte nicht!!! So kommt es von Schülern zurück, auf die Frage, ob sie es begrüßen würden, wenn Lehrer mit ihnen in ihrer Freizeit, also nach der
Schule, per ICQ oder Skype kommunizieren würden. Dies wollen die Schüler auf keinen Fall, nicht für die Schule, also zum Austausch von Dateien, zur Motivation, zur Hilfe bei Lernproblemen oder zur Verbreitung von Hausaufgaben und auch nicht privat. Schüler der Kantonsschule Frauenfeld, die uns im Modul Angewandte Erziehungswissenschaften besucht haben, waren über diese Frage von mir eher belustigt und reagierten mit totaler Ablehnung. Seltsam eigentlich, wo sich Schüler doch immer wieder beschweren, dass die Lehrer zu wenig auf sie eingehen, sie nicht verstehen wollen, sie nicht richtig motivieren können und sie bei Problemen nicht unterstützen. Was bleibt einem als Lehrer also übrig? Lächlen, begeisterungsfähig sein, charmant und humorvoll unterrichten, aber alles bitte in Maßen und Mensch sein bitte nur wenn es unbedingt nötig ist und Kommunikation in der Schule, das reicht.
The train to knowledge leaves from platform… Januar 10, 2008
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Es scheint, als sei nicht nur für uns Studenten an der PHTG ein neues Jahr angebrochen, sondern als bräche im Moment an den Schulen der Schweiz gar ein neues Zeitalter an. In der heutigne IKT-Sitzung wurde uns einmal mehr eine komplexe, neue Welt gezeigt, die wir in Zukunft mit unseren Schülern bevölkern sollen. Es handelte sich um die Lernplattform Moodle. Neben ILIAS, der Lernplattform, die die PHTG und auch unsere Dozenten einsetzen, um uns mit Dateien, Aufgaben und Diskussionsthemen zu versorgen, erfreut sich die Alternative Moodle großer Beliebtheit. Das Wort Moddle ist ein Acronym, wie uns unser Dozent Max Woodtli mitteilte, aber ich will meinen Lesern die Definition ersparen. Auch ohne dieses Wissen wurde uns schnell ersichtlich, dass die Funktionalitäten von Moodle weit über die von ILIAS hinausgehen. Max ermöglichte uns, durch die Vergabe besonderer Rechte in Moodle auf seinem Server, die Plattform einmal zu testen und Inhalte zu erstellen. Es besteht eine Reihe von Möglichkeiten, wie das Starten einer Umfrage, das Einbetten von HotPotatoes-Tests oder auch das Stellen komplexerer Lernaufgaben, die es einem ermöglichen als Lehrer einen online geführten Kurs für die Teilnehmer ansprechend zu gestalten. Leider verliert man schnell den Überblick über die Menge an Möglichkeiten, die sich auch auf die grafische Gestaltung der Kursseiten und die Anordnung verschiedener Navigationsblöcke ausdehnen. Es wäre sicher nötig gewesen noch einige Wochen länger
an und in Moodle zu arbeiten, um es wirklich als Alternative zu persönlichem Unterricht in der Schule zu sehen und es tatsächlich für die eigene Unterrichtstätigkeit einzusetzen. Moodle und ILIAS sind aber nicht die einzigen Lernplattformen. Wer sich ganz allgemein dafür interessiert kann hier weiter lesen, was Rolf Schulmeister von der Universität Hamburg “Zur Didaktik des Einsatzes von Lernplattformen” schreibt.
Auf der Seite eFit des Bundesministeriums für Bildung Österreichs, welche sich mit zukunftsweisender Bildungs- und Kulturpolitik beschäftigt, findet sich eine Studie, die aus weltweit etwa 140 Lernplattformen, die acht Favoriten herausgefiltert hat und diese miteinander vergleicht. Und für alle, denen Moodle absolut gar nichts sagt, hier eine kleine Einführung als Video.
Local warming oder warum bloggen schädlich ist… Januar 5, 2008
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Hallo meine lieben Mitstudenten und sonstigen Besucher meines Blogs.
Mein letzter Eintrag ist exakt zwei Monate her und daher wird es höchste Zeit, dass ich an meinem Blog weiter arbeite.
Für den Anfang habe ich für euch zwei spannende Videos gefunden, die es sich lohnt zu schauen. Sie stammen von einer meiner liebsten Webseite TED, auf der großer Denker und Macher ihre Ideen in knappen talks vortragen.
Der erste der beiden richtet sich vor allem an die Männer unter uns und beschäftigt sich mit den Gefahren des bloggens auf sehr unterhaltsame Weise. Er ist von Yossi Vardi, einem israelitischen Unternehmer. Schaut ihn euch hier an.
Der zweit ist ein Plädoyer dafür unsere Kinder nicht in Watter zu packen, sondern sie sich mit den Gefahren dieser Welt auseinander setzten zu lassen. Gever Tully, der Gründer der Tinkering School, in der Kinder lernen mit Werkzeugen Dinge zu bauen, Probleme zu lösen und sie mit ihrer Umwelt auseinander zu setzen, erzählt, warum er glaubt, dass sich unsere Kinder bald am ersten nicht absolut runden, unverschluckbaren Gegenstand verletzen werden, wenn wir weiter machen sie zu überbehüten. Schaut euch hier an, was er zu sagen hat.
Der zweite der beiden Talks hat mir sehr gut gefallen. Ich stimme im Grunde Gever Tully zu und kann nur hoffen, dass sich zukünftige Eltern die Zeit nehemen werden, mit ihren Kindern gefährliche Dinge zu tun und zwar je früher desto besser. Seine Ausführungen sollte auch für uns Lehrer Ermutigung sein, mit unseren Schülern aus der Schule heraus zu gehen und das Leben dort zu “begreifen” (im wahrsten Sinne des Wortes), wo es passiert. Mir scheint, dass die Kinder in Tullys Tinkering School sehr viel lernen, obwohl dies wohl eher ein zweitrangiges Ziel ist. Sie lernen, weil sie die Welt begreifen, sie beobachten, Geschehnisse bewerten und zu ihren bisherigen Erfahrungen in Beziehung setzen. So lernen Kinder ohne Angst und Druck, da es kein falsch und richtig gibt und Fehler lehrreicher sind als wenn alles von Anfang an klappt.
…nebenher mal schnell übers Netz… November 8, 2007
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Heute war die letzte Stunde IKT vor dem Praktikum. Da ich schon ein Webquest kreiert hatte, habe ich mich heute der Betreung meiner Mitstudenten gewidmet und speziell das Thema “Erstellung von Webseiten” mit Nvu und eben von Webquests gewidmet. Während dieser Tätigkeit sind wir über eine Seite mit prämierten englischsprachigen Webquests gestolpert, auf der man sich tolle Ideen holen kann.
Ich hatte mir eigenlich vorgenommen eine kleine Linkliste mit Seiten zu erstellen, die Animationen und Videos für den Chemie-Unterricht enthalten, hab aber nach kurzer Zeit aufgegeben, weil ich mal wieder von der Menge an Möglichkeiten überrollt wurde.
Wieder daheim hab ich nochmals gelesen, dass wir vor zwei Wochen in IKT das Thema eCoaching und Begleitung von Lernenden im Internet besprochen haben. Spontan waren meine Gedanken dazu, dass ich mir das gut vorstellen kann, jemanden übers Netz zu coachen (siehe Bild: Begleitung im Netz) und mich auch in Verhaltensweisen und sprachliche Hinweise einarbeiten könnte. Doch dann wurde mir klar, dass ich, als Standard-Lehrperson im normalen Mensch-zu-Mensch-Unterricht, nicht dafür bezahlt werde in meiner Freizeit auch noch die Problemchen meine Schüler übers Internet zu betreuen. Ich glaub nicht, dass man es durchalten kann, für eine Klasse die Möglichkeit zu schaffen, übers Netz, also per Mail, ICQ, Skype oder ein Wiki, zu kommunizieren und das dann als Lehrer zu kommentieren und begleiten, wenn man “nebenher” immer noch Präsenz-Unterricht vorbereiten und halten muss. Eine Möglichkeit wäre eher, Präsenz-
Unterricht abzuschaffen und die Schüler in der freiwerdenden Zeit an Projekten arbeiten zu lassen, diese dann über Internet zu diskutieren und per eCoaching Hilfen und Ratschläge zu erteilen. Im kommenden Praktikum, in dem ich bei vier bis fünf Klassen Unterricht erteilen werde, kann ich mir dies aber noch nicht vorstellen, da dazu eine lange Vorbereitungszeit gehört und man sollte die Schüler gut kennen und einschätzen könne, ob eine solche Unterrichtsphase dann auch erfolgreich ablaufen kann.
Form follows function and METHOD follows CONTENT November 6, 2007
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Dies soll ein Nachtrag zum Thema Webquest und Internetralley sein.
Beim lesen der Einträge meiner Kommilitonen, bin ich auf Adrijans Blog auf die Aussage gestoßen, dass es beim Einsatz dieser Methoden am Ende dann nur noch darauf ankäme, ein passendes Thema zu finden.
Ich habe diesen Eintrag kommentiert, wollte aber sicher gehen, dass ihr alle meine Erwiederung darauf lesen könnt.
Ich habe, nach nun acht Wochen SekII Ausbildung das Gefühl, dass wir etwas überrollt werden von einer Methoden-Welle. Ich hab schon ein wenig den Überblick verloren, was ich im Unterricht alles machen kann, außer dem klassischen fragend-erarbeitenden Unterrichtsgespräch. Aber wir sollten nicht vergessen (zumindest die Berufsanfänger unter uns), dass es zunächst einmal darum geht, einen Stil von Unterricht zu finden, der funktioniert und sicher ist. Die meisten der eLearning-Methoden und auch die Methoden des selbsttätigen Lernens und der Kompetenzkultur sind nicht einfach so einsetzbar. Dazu bedarf es langer Vorbereitung. Und dies nicht nur auf Seiten des Lehrers, sondern auch die Schüler müssen erst lernen, mit den neuen Methdoden umzugehen.
Beim Vorbereiten meiner Stunden für das Praktikum versuche ich mich nicht von den Mehtoden verleiten zu lassen. Es geht m.E. viel mehr darum im Unterricht Inhalte zu vermitteln, für die ich stehe und die ich für sinnvoll halte und nicht ein Methoden-Feuerwerk abzufackeln. Method follows content und nicht umgekehrt (und trotz aller Interdependenz). Ich werde mich nicht hinsetzen und verzweifelt versuchen ein Thema für eine Ralley zu finden, nein, ich werde mir überlegen, was ich meinen Schülern beibringen möchte und falls es zufällig passt, dass sie dies beim surfen durchs Web besser lernen können, als wenn ich persönlich ihre Hirne perturbiere, dann mache ich eben eine Ralley. Diese Gedanken folgen der Idee Komplexität bei der Unterrichtsvorbereitung nicht zusätzlich zu erhöhen und dieser Blog-Eintrag geht in dieselbe Richtung, denn er hat, zur Abwechslung, kein Bild, kein Video und keine Audio-Datei. Er ist einfach!!!
Webquest November 1, 2007
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Es ist bereits November und die Blätter der Bäume verlieren immer mehr ihren Halt und fallen. Bei mir geht es noch, ich stehe noch und stand heute vor meiner Gruppe in der IKT-Präsenzsitzung, um meinen Webquest zu präsentieren.
Ein Webquest ist ein “spannendes Lern-Abenteuer im Internet” (eine sprachlich ausgefeiltere Definition findet ihr auf Wikipedia). Ich habe mich für die Erstellung eines Webquest zum Thema Berufswahl in der Biochemie entschieden. Die Infos zur Erstellung habe ich auf einer schönen, ausführlichen Seite dazu gefunden, auf webquest.org. Die Möglichkeit des Webquest gefällt mir sehr gut, da hier die Vielfalt und Komplexität des Webs reduziert ist auf wenige, sinnvolle und hilfreiche Inhalte und Links.
Der zweite Teil der Präsenzsitzung bestand aus einem Input zum Thema eCoaching und Lernbegleitung im Internet. Für den Einsatz einer solchen Methode sehe ich in meiner jetzigen Situation als Berufsanfänger noch wenig Möglichkeiten. Das müsste ja bedeuten, dass meine Schüler zu Hause bleiben und ihr Chemie-Versuche in der Küche machen oder eben besser nicht (nach dem Motto: “don’t try this at home”). Was mir aber gefallen hat waren die fünf Stufen der Komplexität, die beim Aufbau eines Online-Lernangebotes beachtet werden können von Gilly Salmon (über sie existiert ein Wikipedia-Eintrag). Mir ist dabei nochmal bewusst geworden, dass ich als Lehrer neue Methoden und Techniken stets behutsam und über mehrere Schritte einführen muss. Nur so entfalten sie ihren vollen Nutzen, da die Schüler zunächst lernen müssen, wie sie mit der neuen Situation, dem Arbeiten mit einer bisher unbekannten Methode umgehen sollen.
Podcast und Videocast Oktober 15, 2007
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Zu Möglichkeiten des Einsatzes von Podcasts und Videocasts im naturwissenschaftlichen Unterricht:
Wenn ich als Lehrer eine Stunde vorbereite, dann mache ich mir, falls ich an einer Schule für nicht- behinderte Menschen unterrichte, wohl eher seltener Gedanken darüber, ob meine Schüler mich auch hören und sehen werden. Klar, wenn sie etwas lernen wollen, dann müssen sie mir zuhören und meine Anschriebe, Versuche und Erklärungen betrachten. Will ich sie anregen, sich Gedanken zu machen, dann muss ich ihr System stören und das geht nur über Reize ihrer Sinne von außen. Das Hören und das Sehen stehen dabei an erster Stelle. Über schmecken, riechen und tasten, Stoff eher selten vermittelt. Aber es gibt andere Möglichkeiten, wie Gehörtes und Geschautes einen jungen Mensch dazu bringen könnte, mehr und anderes zu wissen bzw. sein Verhalten zu verändern.
Die Zeitschrift Schule und Unterricht Web2.0 gibt einige Beispiele für den Einsatz der neuen Methoden Podcast (audio) und Videocast (video) im Unterricht. Es geht aber häufig um den Einsatz im Fremdsprachen-Unterricht, wo es ohnehin um hören und verstehen einer Sprache geht. Aber wo bringt es mir im naturwissenschaftlichen Unterricht etwas, wenn ich als Schüler mehr höre, als die Stimme meines Lehrers? In welchen Fällen kann ein Vidoecast mehr leisten, als ein Sachfilm, den ich im Filmraum den Schülern zeige? Und in welchen Fällen bringt es mir und anderen etwas, wenn Schüler einen Podcast erstellen, also fortlaufende, eventuell abbonierbare Audiobeiträge?
Einigen Ideen:
- Im Chemieunterricht sehe ich wenig Nutzen und Möglichkeiten über Gehörtes zusätzliches Wissen sich anzueignen. Es geht doch, neben dem erarbeiten von theoretischem Wissen um den Transfer in den Alltag und um das Erfahren von Chemie am Experiment. Das Machen steht vor dem Beobachten.
Ich sehe dennoch die Möglichkeit, dass Schüler sich intensiver mit chemischen Experimenten auseinandersetzen, z.B. wenn sie diese in ansprechender Form in einem Videocast präsentieren. So könnte mit der Zeit ein Pool an Videos entstehen, die der Lehrer parallel zu eigenen Experimenten zeigen könnte. Schüler würden also ihre Kollegen beim experimentieren sehen und ein gelungenes Video-Experiment, das immer wieder gezeigt werden kann, fördert auch das Selbstwertgefühl der Schüler.
Dass schon andere die Idee hatten, Experimente zu filmen und sogar online zur Verfügung zu stellen seht ihr auf der Seite Netexperimente.
Wiki, wiki Oktober 10, 2007
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Wiki, wiki (so heißt der Flughafenbus in Honolulu auf Hawai)
bedeutet ja bekanntlich schnell, schnell und so mache ich mich nun schnell daran ein, zwei Gedanken zur Option Wiki für Lernen und Lehren des “Web2.0-Paketes” zu schreiben. Wer schon einmal Webseiten programmiert hat, der weiß, dass man das auf zwei Arten und Weisen tun kann. Kennt man die Sprache, in der Internet-Seiten programmiert sind, HTML sind, braucht man lediglich einen Texteditor und los gehts. Ist man dieser Sprache nicht mächtig, wie wohl die meisten von uns IKTlern, dann gibt es die Möglichkeit einen WYSIWYG-Editor zu benutzen. Ein Programm, dass einen Webseiten erstellen lässt, nach dem Prinzip what you see is what you get. Genau auf diese Weise macht ihr ja auch euere BLOG-Einträge.
Ein Wiki kombiniert einen online WYSIWYG-Editor mit etwas Webspace und der Möglichkeit erstellte Seiten miteinander zu kombinieren. Voila!
Was bringt uns das? Nun, dass eine Wiki online sein kann, bringt uns in Möglichkeit, dass mehrere Personen unabhängig von Ort und Zeit sich an dem Wiki beteiligen. Damit ist als grundsätzlich der Einsatz in Klassen möglich. Die Tatsache, dass sich Webseiten einfach und ohne Vorkenntnisse erstellen lassen, führt dazu, dass quasi jeder, auch der “Lehrer” dabei mitmachen kann. Da man Seiten nicht nur erstellen, sondern auch sehr schnell abändern kann, führt dazu, dass man im Sinne des prototyping, eine Fortschritt und ein zeitliches hintereinander eines Wiki-Beitrages nachvollziehen kann. Und schließlich ermöglicht uns das Verknüpfen der einzelnen erstellten, einem Wiki eine Struktur zu geben und so Übersichtlichkeit zu wahren.
Ihr habt sicher viele Ideen, wie ein Wiki in eurem speziellen Fall für den Unterricht eingesetzt werden könnte!
Ich möchte noch ein, zwei wichtige Eigenschaften des Wikis hervorheben. Ein Wiki ist von Natur auf so aufgebaut, dass jeder, die erstellten Seiten bearbeiten und damit verändern kann (so geschehen, als Timo mir auf meiner Wiki-Seite unseres Blogs unterstellt hat, mein Lieblingsgericht sei Lasagne). Es gibt aber vielerlei Berichte, dass dies nicht, wie ich befürchten würden, zu Vandalismus führen muss. Nutzt man ein Wiki im Unterricht, so ist es von großer Wichtigkeit, sich vor dem einrichten eines Wikis dessen Struktur zu überlegen und Verhaltensregeln festzulegen. Da jeder die Inhalte jedes Mitgliedes beeinflussen kann, regelt sich das Verhalten auch zum großen Teil von selbst. Trotz der Distanz der Teilnehmer eines Wiki ist dies doch ein Paradebeispiel für das erlernen sozialer Kompetenzen.
Eine zweite spannende Komponenten eines Wikis ist dessen Versionsverwaltung. Dies bedeutet, dass Veränderungen im Wiki protokolliert werden und somit erstens für jeden ersichtlich ist, wer wann und wo Veränderungen vorgenommen hat (hier geht es nicht nur um ungewünschte Änderungen im Inhalt einer Seite, sondern auch um Lernfortschritt) und es ist möglich schnell zu einer älteren Version einer Seite zurük zu wechseln. So ist als ein entstandener Schaden auf einer Seite schnell wieder repariert. Dieses Element eines Wikis gehört zum Bereich des soft security.
Computer+Unterricht Oktober 9, 2007
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Es sind Herbstferien und während einige meiner Kollegen im IKT-BUA sitzen, darf ich zu Hause am Schreibtisch arbeiten.
Heute habe ich nochmals etwas im Heft Computer+Unterricht Web2.0 gelesen und mir Gedanken zum Einsatz der erwähnten Web2.0-Anwendungen gemacht bzw. meine Erfahrungen reflektiert.
RSS-Feeds: Ich setze RSS-Feeds, seitdem ich deren Benutzung im IKT-Kurs erlernt habe, dazu ein mich über neue Einträge meiner Komilitonen in ihren Lern-Blogs zu informieren. Ich nutze dazu den GoogleReader und bin sehr zufrieden damit. Ich habe erkannt, dass man durch diese Technik tatsächlich eine Menge an Zeit einspart und Zeit haben wir im Studiengang SekII ja nicht sehr viel, um unsere Aufgaben zu erledigen, wozu ja auch das Führen eines Blogs gehören kann.
Ganz allgemein gesprochen bietet sich die Nutzung der RSS-Feeds dann an, wenn viele Webseiten tagtäglich auf ihre Aktualität und Veränderung hin überprüft werden sollen. Ich hab ca. 20 Feeds im Google Reader mit unseren Lernblogs und habe so einen guten Überblick, wer was und wann schreibt.
Für mich als Lehrer könnte ich mir gut vorstellen RSS-Feeds von Online-Angeboten zu abbonieren, die mir Hilfestellungen zum Vorbereiten von Unterreicht bieten, insbesondere Seiten, die ständig mit neuem Anschaungsmaterial (Bilder, Video, Versuchsanleitungen) bestückt werden (wie z.b. www.max-wissen.de der Max-Planck-Gesellschaft oder www.netexperimente.de).
Für Schüler macht die Verwendung von RSS-Feeds nur dann Sinn, wenn sie in ähnlicher Weise, wie wir, Blogs oder ein Wiki zu ihrem Kurs führen. Ich denke sie sind ansonsten stark überfordert, wenn man von ihnen verlangt, sich zu jedem Fach im Internet relevante Seiten und Feeds zu suchen. Dies ist eher Aufgabe der Lehrperson. Allerdings wäre es ein Möglichkeit Schüler dazu anzuregen, sich mehr mit tagtäglichem politischen Geschehen auseinander zu setzen, indem sisie alse News-Feeds abonnieren und diese statt einer Tageszeitung lesen (z.B den FAZNet News-Feed). Eine alternative dazu wäre die personalisierte Hörzeitung, wie sie als Podcast hier angeboten wird.
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Tagging: Das taggen von Links, von Blog-Einträgen und Webseiten macht mir im Moment wenig Freude. Die Tags überrollen mich quasi. Ich finde sie überall und ich finde sie meist offensichtlich und häufig wenig überlegt gesetzt. Mir geht es beim setzen von Tags ja genauso. Speichert man einen Link oder schreibt einen Blog-Eintrag, dann wäre es damit doch eigentlich getan, aber nein, das taggen ist noch zu erledigen und meist macht man es dann schnell, schnell, ohne sich wirklich Gedanken zu machen. Dann aber haben Tags keinen Wert. Aus derart getaggten Linksammlungen werde ich selten sinnvolle Seiten herausfiltern können und auf diese Weise getaggt Blog-Einträge verändern den Gesamteindruck, den ich von einem Blog habe.
Letzteres besonders dann, wenn die Methode der
Tagwolke benutzt wird. Eigentlich finde ich diese Darstellung von vergebenen Tags innerhalb eines Blogs (nach deren Häufigkeit wird die Größe des Wortes verändert) sehr anschaulich, um herauszufinden, worum es in einem Blog eigentlich geht (falls dies nicht über den Titel oder die ersten Einträge geschehen kann). Aber, wie schon erwähnt, macht das nur dann Sinn, wenn die Tags auch mit Überlegung gesetzt wurden. Ich gehe davon aus, dass dies, auf Grund von Zeitmangel, desöfteren nicht getan wird.
Sind Tags sinnvoll und überlegt gesetzt, dann können sie einem Lehrer aber von großer Hilfe sein, wenn er im Netzt nach Unterrichtsmaterial sucht und nicht an der Menge verfügbaren Materials resignieren will. Durch Vernetzung von Lehrern an Hand von social bookmarking, kann der Lehrer viel Zeit bei der Unterrichtsvorbereitung sparen.
